Strahlende Götter des Ostens

Münzdrache aus BliDer chinesische Drache, Lung, ist eines der vier magischen Tiere (die anderen sind das Einhorn, der Phönix und die Schildkröte).
Der Lung besitzt göttlichen Rang und ist wie ein Engel, der gleichzeitig Löwe ist. Die Legende erzählt, dass der Drache dem Gelben Fluss entstieg und dem Kaiser das berühmte kreisförmige Diagramm enthüllte, welches das wechselseitige Spiel des Yin und des Yang symbolisiert.Die Geschichte schreibt ihm auch die Vaterschaft an den ersten Kaisern zu.

Jahrhundertelang war der Drache kaiserliches Emblem. Der Thron des Kaisers wurde der „Drachenthron“ genannt, sein Antlitz das „Drachenantlitz“. Um zu verkünden, dass der Kaiser gestorben sei, sagte man, er sei auf einem Drachen zum Firmament emporgestiegen.Die chinesische Wissenschaft unterscheidet verschiedene Gattungen:Der Himmlische Drache trägt auf seinem Rücken die Paläste der Götter und sorgt dafür, dass sie nicht zu Boden fallen.Der Göttliche Drache erzeugt die Winde und die Regen zum Wohl der Menschheit. Der Irdische Drache bestimmt den Lauf der Bäche und Flüsse.
Der chinesische Drache hat Hörner, Klauen und Schuppen und sein Rückgrat starrt von Stacheln. Er wird üblicherweise mit einer Perle dargestellt. In dieser Perle liegt seine Macht und seine Weisheit. Nimmt man sie ihm, so ist er unschädlich.

Oberflächlich gesehen sind die Drachen Japans denen Chinas sehr ähnlich,
doch ihre Gestalt ist noch schlangenartiger und sie besitzen nur drei Krallen an jedem Fuß.Der Hai Riyo oder Drachenvogel, eine wildaussehende Kreatur, ist das japanische Gegenstück zum chinesischen Lung, der die endgültige Form eines Drachen besitzt.

 

Erstes Deutsches Drachenmuseum

im Landestormuseum Furth im Wald, Schloßplatz 4, 93437 Furth im Wald,
Tel. 09973/509-80 (Verwaltung) oder 09973/802585 (Museumskasse)